Entwicklungs- und Nachweisrahmen für Coding-Agenten

„Fertig“ ist noch kein Nachweis.

KI-Workflower überträgt bewährte Prinzipien des industriellen Qualitätsmanagements auf die Zusammenarbeit mit Coding-Agenten und verbindet sie mit erprobten Verfahren der Softwareentwicklung. Daraus entsteht ein kontrollierter, rückverfolgbarer und nachweisbarer Entwicklungsprozess – vom ersten Zielverständnis bis zum geprüften Projektstand.

Dabei geht es nicht darum, einem Agenten grundsätzlich zu misstrauen. Es geht darum, seine Ergebnisse nicht allein aufgrund seiner eigenen Aussage für richtig zu halten.

Dafür greifen Risikoeinstufung, Abnahmekriterien, QFD-basierte Rückverfolgbarkeit, Risikoregister, Mini-FMEA, Proof of Concept sowie Rückfall- und Nicht-Verlust-Prüfungen nicht einzeln, sondern als zusammenhängende Kontrollkette ineinander.

Deshalb braucht die Zusammenarbeit mit Coding-Agenten einen Arbeitsablauf, der Risiken unterscheidet, menschliche Entscheidungen an den richtigen Stellen einfordert und Ergebnisse nachvollziehbar macht.

Es geht zunehmend darum, KI-gestützte Entwicklungsarbeit zu strukturieren, zu prüfen und nachzuweisen.

Genau hier setzt KI-Workflower an.

Rückverfolgbarkeit

Vom Auftrag bis zum Prüfergebnis

Am Anfang steht nicht der Code, sondern die Frage: Was soll am Ende wirklich erreicht sein? Danach wird geklärt, welche Annahmen noch offen sind, welches Risiko eine Änderung mit sich bringt und woran später eindeutig erkannt werden kann, ob das Ziel erreicht wurde.

Anforderung
Abnahmekriterium
Risiko
Prüfung
Prüfergebnis

Wodurch ist nachgewiesen, dass genau diese Anforderung im geprüften Projektstand erfüllt ist?

Methodischer Kern

Neues Denken | Bewährte Verfahren

PoC, QFD, Risikoregister und Mini-FMEA sind nicht neu. Ungewöhnlich ist der Zusammenhang, in dem KI-Workflower sie einsetzt: als Bestandteile eines Entwicklungs- und Nachweisprozesses für die Zusammenarbeit mit Coding-Agenten.

PoC

Erst beweisen, dass der Weg trägt.

Eine offene technische Annahme wird geprüft, bevor darauf die eigentliche Lösung aufgebaut wird.

QFD

Vom Auftrag bis zum Prüfergebnis.

Die Anforderung bleibt mit Abnahmekriterium, Risiko, Prüfung und tatsächlichem Ergebnis verbunden.

Risikoregister

Risiken sichtbar machen.

Erkannte Risiken werden festgehalten, klassifiziert, bewertet und über den weiteren Ablauf verfolgt.

Mini-FMEA

Mögliche Fehler bedenken, bevor sie auftreten.

Vor der Änderung wird gefragt, was schiefgehen kann, wie kritisch das wäre und woran es erkannt wird.

Prüfen statt behaupten

FEUERFEST ist ein Zustand – kein Versprechen.

FEUERFEST Local 1.0 ist der Prüfmechanismus. Er prüft festgelegte Bedingungen eines eindeutig gebundenen Projektstands. Sind diese Bedingungen erfüllt, kann dieser Stand den Zustand FEUERFEST erreichen.

Das bedeutet ausdrücklich nicht „fehlerfrei“. Der Nachweis gilt innerhalb des definierten Prüf- und Bedrohungsmodells.

Werkzeugunabhängig

Die Methodik folgt nicht dem Werkzeug.

Die Regeln entstehen unabhängig vom eingesetzten Coding-Agenten. Aus dem normativen Kern wird eine projektspezifische Instanz abgeleitet. Erst danach wird sie so bereitgestellt, dass der jeweilige Agent sie tatsächlich findet und verwendet.

Normativer Kern
Welche Regeln gelten?
→
Projektspezifische Instanz
Wie gelten sie hier?
→
Werkzeugeinstieg
Wie erreicht der Agent sie?

Eigener Prüfstand

Nicht nur beschrieben, sondern selbst angewendet.

KI-Workflower wird bei seiner eigenen Entwicklung nach denselben Regeln behandelt, die es für andere Projekte vorgibt. Änderungen werden geprüft, vorhandene Funktionen gegen Verlust abgesichert, Rückfälle kontrolliert und Ergebnisse dokumentiert.

Die Methodik muss sich an ihrem eigenen Entwicklungsprozess messen lassen.